Wer derzeit auf der Suche nach einem attraktiven Tagesgeldzins ist, wird wahrscheinlich eher enttäuscht über die aktuellen Konditionen sein. Der aktuelle Durschnittswert von 1,51 Prozent bringt kaum Rendite, zumal Tagesgeldanleger meist keine großen Kapitaleinlagen tätigen. Die Banken nennen als Gründe für diesen Trend den sinkenden Leitzins und die abnehmende Bonität ihrer Anleger. Des weiteren waren sinkende Zinsen absehbar, da die Beträge nicht festverzinslich sind und von der Bank nach oben oder unten korrigiert werden können. Dies ist in fast allen Angeboten der Fall.
Alle Kunden gleichermaßen betroffen
Auch die Zinsbeträge für Festgeldanlagen sinken, insbesondere für kurze Laufzeiten, so bewegen sich diese bei einer Laufzeit bis zu drei Monate sogar unter dem der Tagesgeldzinsen. Durchschnittlich 1,22 Prozent gibt es hier festverzinslich für Bankkunden. Betroffen sind Filialbankkunden genauso wie Kunden der Direktbanken – beide profitieren weiter von der einfachen Handhabung des Kontos. Ebenfalls im Abwertstrend sind Tagesgeldkonten für Firmen. Zwar bewegen sich deren Werte ohnehin bei einem anderem Niveau, doch auch hier sinken die Zinsen, hinzu kommt das Wegfallen der Abgeltungssteuer seit Januar 2009, danach ist es in der Regel nicht mehr möglich, Steuern über einen Betrag von 801 Euro zurück zu fordern. Mit dem Pauschalbetrag gelten die Steuern abgegolten, bei einem gewissen Betrag ist der Zinsertrag verschwindend gering.
