Mittwoch, Juni 03rd, 2009 | Autor: admin

No risk, no fun – dieser allseits bekannte Spruch gilt für viele deutsche in der Krise offenbar nicht mehr. Anstatt ihr Vermögen in riskante und spekulative Anlagen zu investieren, setzen die Deutschen auf sichere Spareinlagen wie Tages- und Festgeldkonten.
Im Zuge der Krise ist das Vermögen der deutschen Bürger insgesamt um 140 Mrd. Euro auf nun 4,4 Billionen Euro geschrumpft, wie der Bundesverband deutscher Banken (BdB) mitteilt. Von diesen 4,4 Billionen sind dabei aber ganze 1,7 Billionen und damit der Großteil des Geldes in Spar-, Sicht- und Termingeldanlagen – also Tagesgeld, Festgeld, Sparbücher oder auch Bargeld – untergebracht, was die Bedeutung dieser überschaubaren, risikoarmen Anlagen deutlich macht. Zwar sind derzeit aufgrund des sehr niedrigen Zinsniveaus nur in den seltensten Fällen lukrative Erträge möglich, aber dennoch schätzen die Bürger offensichtlich die Sicherheit ihres Geldes wieder mehr als die Aussicht auf kurzfristige Gewinne bei hohem Risiko.

Zentrale Anlagestrategie

Im Verlauf der Krise waren solche Gewinne auch ohnehin eher schwerlich umsetzbar. Das Aktienvermögen der Deutschen sank durch massive Kurseinbrüche und Verkäufe von 375 auf 166 Mrd. Euro und verzeichnete somit einen drastischen Rückgang, was das Streben nach Sicherheit verständlich macht. Anlagen bei Versicherungen, einschließlich Pensionskassen- und Fonds sowie berufsständischen Versorgungswerken, kommen laut Bankenverband auf ein von privaten Haushalten angelegtes Vermögen von rund 1,3 Billionen Euro und stellen damit nach Tagesgeld & Co. die zweitwichtigste Anlageform dar. Danach folgen Investmentfonds mit 497 Mrd. Euro, verzinsliche Wertpapiere mit 304 Mrd. Euro, Aktien mit wie erwähnt 166 Mrd. Euro sowie sonstige Anlagen mit rund 440 Mrd. Euro.

Kategorie: Allgemein
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