Die gesetzliche Einlagensicherung wird demnächst schrittweise auf 100.000 Euro und 100 Prozent angehoben. Mit diesem Schritt bezweckt die Bundesregierung eine Stärkung der Sparer und Bankkunden.
Bislang sichert die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB) die Tages- oder Festgeldanlagen der deutschen Bürger nur zu 90 Prozent und bis zu einer maximalen Höhe von 20.000 Euro ab. Damit steht Deutschland weit hinter Ländern wie Italien oder der Niederlande, wo diese Grenze bereits seit geraumer Zeit bei rund 100.000 Euro liegt. Darüber hinaus entfiel auf die Anleger eine zehnprozentige Selbstbeteiligung, falls seine Gelder durch eine Bankenpleite verloren gehen sollten. Auch der Rückzahlzeitraum war mit drei Monaten nicht gerade knapp bemessen.
Hundertprozentige Sicherheit
Der Bundestag hat mit dem nun vorgelegten und beschlossenen Plan diesen widrigen Umständen den Kampf angesagt und will Sparer in Zukunft deutlich besser in Schutz nehmen – was angesichts der Krise durchaus sinnvoll erscheint. Ab Juli wird demnach die gesetzliche Einlagensicherung auf 50.000 Euro und 100 Prozent erhöht – die Selbstbeteiligung fällt damit also vollständig weg. Auch die Rückzahlfrist soll deutlich verringert werden, sodass die Sparer ihr angelegtes Geld möglichst zeitnah nach der Pleite der Bank zurückbekommen. Ab dem Jahr 2011 wird die Sicherung dann noch einmal auf 100.000 Euro verdoppelt. Insgesamt werden die Möglichkeiten und der Schutz der Bankkunden deutlich verbessert, was gerade in der Krise für einen Lichtblick am wegen sinkender Zinserträge pessimistischen Sparerhimmel sorgen dürfte.
