Dienstag, Mai 12th, 2009 | Autor: admin

Unmittelbar nach der Leitzinssenkung der Europäischen Zentralbank haben zahlreiche Banken die von ihnen gewährten Sparzinsen erneut nach unten korrigiert.

Wie erwartet stützen die Banken hiermit – so korrekt der Schritt grundsätzlich sein mag – die Kritik an ihrer Zinspolitik. Denn während die Tages- und Festgeldzinsen immer weiter fallen, bleiben die Zinsen für aufgenommene Kredite vergleichsweise sehr hoch. Nun reagieren die Banken also ein weiteres Mal ohne merkliche Verzögerung auf die neue Zinsvorgabe von EZB-Chef Jean-Claude Trichet und gewähren ihren Kunden damit immer weniger Zinserträge für das Gesparte. Insgesamt fiel der durchschnittliche Zinssatz fürs Tagesgeld auf nun lediglich noch knapp 1,8 Prozent, wobei der Trend weiter nach unten zeigt.
Auch die Spitzenreiter aus den Niederlanden entziehen sich nicht der Leitzinssenkung auf 1,0 Prozent und lassen teils drastische Zinssenkungen folgen. Die NIBC Bank senkte ihren Tagesgeldzins so um einen halben Prozentpunkt auf nun 4,0 Prozent. Sie bietet damit aber noch immer den höchsten Tagesgeldzins an – zusammen mit der Akbank und der Commerzbank-Tochter comdirect. Aber auch die 4-Prozent-Grenze dürfte nicht mehr allzu lange Bestand haben, wenn die derzeitige Negativentwicklung wie prognostiziert fortschreitet – der Trend zeigt zumindest kurzfristig noch weiter nach unten.

Kategorie: Allgemein
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