Donnerstag, Mai 07th, 2009 | Autor: admin

Zum siebten Mal innerhalb weniger Monate hat die Europäische Zentralbank den Leitzins für den Euro-Raum gesenkt, diesmal um weitere 25 Basispunkte. Mittlerweile steht dieser mit 1% auf dem tiefsten Stand seit Gründung der EZB.

Nicht nur der Leitzins – auch Hauptrefinanzierungssatz genannt – wurde im Rahmen der EZB-Konferenz gesenkt. Auch der Spitzenrefinanzierungssatz fiel um 50 Basispunkte auf 1,75%. Damit scheint sich EZB-Chef Trichet immer mehr der Politik der US-amerikanischen Federal Reserve anzunähern, bei der der Leitzins fast auf 0% gefallen ist. Allerdings vermuten Experten, dass dieser Kurs bei der nun erreichten 1%-Marke sein Ende findet. Weitere Leitzinssenkungen von der EZB werden mittelfristig nicht erwartet, stattdessen rechnen die Fachleute eher mit alternativen Methoden zur Ausweitung der Geldmenge.

Aussichten für Sparer

Damit können sich Bankkunden, die ihre Ersparnisse auf einem Tagesgeldkonto angelegt haben, zumindest über in absehbarer Zeit relativ stabil bleibende Zinsen freuen. Dass diese aber vor Erreichen dieser Stabilität nun noch einmal nach unten angepasst werden, ist angesichts der Leitzinssenkung unabwendbar. Auch die teilweise noch vorhandenen 4%-Angebote, auch im Festgeld-Bereich, werden wohl bald verschwunden sein. Wer also noch festverzinsliche Anlagen sucht, sollte sich nun erst recht beeilen. Insgesamt können Anleger nur hoffen, dass die Maßnahmen der EZB zur Förderung der Liquidität und zur Ankurbelung der Konjunktur nicht nach er Krise eine hohe Inflation auslösen. Denn diese könnte die durch die dann wieder möglichen Zinserhöhungen erwirtschafteten Erträge wieder ausgleichen.

Kategorie: Allgemein
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